Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 5 (11 Arten) - Serie b (9 Arten)

[Seite 1098]

43.) COPIAPOA TENEBROSA RITTER spec. nov.

Griseoviridis, apruinosa, valde basi proliferans, cumulos 1-3 m diam. et ad 70 cm altos formans, sine radice rapacea; caules 8-20 cm crassi, vertice ochraceotomentoso; costae 13-26, obtusae, minime crenatae,12-15 mm altae; areolae 6-10 mm diam., deorsum directae, 3-6 mm inter se remotae, in aetate progentienti fere continuae; apinae subulatae, atrae, marginales 4-6, externe directae, 5-40 mm longae, centrales nullae vel 1(-3), 1-4 cm longae; flores 30-45 mm longi; ovarium 0-12 squamis, 5-10 mm longis superne praeditum; camara nectarifera 2-3 mm longa; tubus floralis supra eam 10-15 mm longus; filamenta 10-16 mm longa; atigmata 10-12, flava; petala citrina, 20-22 mm longa, 7-12 mm lata, spathulata, externa saepe laciniis rubris; habitat Taltal ad orientem versus, Chile.

Körper hell graugrün, unbereift, ziemlich lockere, große, vom Grunde sprossende Gruppen bildend von 1-3 m Breite und bis zu 70 cm Höhe, ohne Rübenwurzel. Triebe im Alter noch länger als 70 cm werdend und dann im unteren Teil liegend, 8-20 cm dick; Scheitel immer orangefilzig, in Natur nicht vergrauend. Rippen 13-26, sehr stumpf, nur sehr gering über den Areolen gehöckert und unter ihnen gekerbt (geringer als bei COPIAPOA GIGANTEA), ca 12-15 mm hoch; Trennfurchen gerade, nicht geschlängelt. Areolen stark orangefilzig, im Alter schwarz, rundlich, bei sehr dichter Reihung auch queroval, 6-10 mm Durchmesser, von den Höckern in die Kerben darunter reichend, 3-6 mm freie Entfernung, im höheren Alter dichter gereiht, bis zur gegenseitigen Berührung. Stacheln pfriemlich, schwarz, nicht vergrauend; Randstacheln 4-6, gerade oder etwas gebogen, stark abstehend, nur wenig spreizend, etwa von 5-10 bis zu 20-40 mm Länge schwankend, je nach Exemplar; Mittelstacheln fehlend oder einer von 1-4 cm, gerader, selten darüber noch 1-2 sehr kurze. 

Blüte (registriert 6 Blüte verschiedener Exemplare) 30-45 mm lang, 3-4 cm weit offen, gering duftend. Ovarium blaß, rundlich, nur am oberen Rand mit 1-12 blaßgrünen, rot gespitzten Schuppen von 5-10 mm Länge und 2-4 mm Breite, selten schuppenlos. Nektarkammer honiggelb, 2-3 mm hoch, fast tubisch, geschlossen durch die basalen Stbbl. . Rö. darüber trichterig, 7-12 mm lang, 10-15 mm weit, außen wie Ovarium, Schuppen 10-15 mm lang, 3-5 mm breit. Filamente hellgelb, 10-16 mm lang, die gelberen Beutel stehen bei etwa halber Höhe der Petalen. Griffel 23-30 mm lang, sehr blaßgelb; die 10-12 gelberen Narbenlappen von 1-2 mm überragen gering die Beutel. Petalen hell zitrongelb, 20-22 mm lang, 7-12 mm breit, spatelförmig, oben gerundet, die äußeren oft mit roten Zipfeln.

Frucht bedeckt wie Ovarium.

Samen glatter als bei COPIAPOA GIGANTEA.

Typusort östlich TALTAL, hohe Lagen. Ist verwandt mit COPIAPOA GIGANTEA, die nördlicher wächst. Von mir entdeckt 1956. Nr. FR 1444 (=476a). Abb. 1045 und 1058

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