Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 5 (11 Arten)
Serie b (9 Arten)

[Seite 1096]

40.) COPIAPOA LONGISTAMINEA RITTER 1963, Taxon 12(1), S.31

syn. COPIAPOA MICROSPERMA RITTER nom. nud., "Cactus“ Nr. 66, März 1960

Körper graugrün, meist ohne weißen Belag, nur örtlich an dürreren Stellen etwas weiß, von unten stark sprossend und große, ziemlich dichte Haufen bildend von 1/2 bis 1 m Durchmesser; Köpfe meist 7-11 cm dick, örtlich bis 15 cm dick, etwa 30-50 cm hoch, oben stumpf, mit etwas eingesenktem Scheitel, der stark orangegelbfilzig ist, nach Din 6164 Farbe 4, Sättigung 5-6, Dunkelstufe 2; Filz nach der Tiefe mehr weiß; sehr kurze knollige Rübenwurzel ohne verengten Hals, öfters fast fehlend. Rippen 15- 21, sehr stumpf, 1-2 cm breit, 5-10 mm hoch, nach der Basis wenig verbreitert, nur gering gekerbt; Trennfurchen kaum geschlängelt. Areolen auf der Unterseite der flachen Höcker, in die Kerben darunter reichend, etwas eingesenkt, rundlich, 4-5 mm Durchmesser, orangegelbfilzig, vergrauend, 3-6 mm freie Entfernung. Stacheln dunkel rotbraun bis fast schwarz, vergrauend, starr, gerade, pfriemlich; in der Jugend zarter und etwas nach unten gebogen: Randstacheln 4-6, halb abstehend, 0-1 Mat.; im Alter 3-5 mehr ausseits gerichtete 1 bis über 3 cm lange Randstacheln und meist ohne Mittelstacheln oder ein nach oben gerichteter oberhalb der Mitte. 

Blüte 22-25 mm lang. Ovarium grünlichweiß, mit einigen ca 5 mm langen rötlichen oder grünlichen Schuppen am oberen Rand, manchmal auch kleinere Schuppen etwas tiefer. Nektarkammer 2-3 mm hoch, ca 3 mm weit. Rö. darüber ca 7 mm hoch, trichterig, außen grünlich. Filamente hellgelb, ca 15 mm lang, stehen aus der geöffneten Blüte heraus; Beutel hellgelb. Griffel hellgelb, 1 mm dick, ca 15 mm lang, mit 6-8 zum Teil miteinander verwachsenen, nur 1 mm langen bräunlichen Narbenlappen, welche tiefer stehen als die höheren Beutel. Petalen ca 10 mm lang, 4-5 mm breit, weit ausgebreitet, hellgelb, die äußeren manchmal am Ende braun, ohne Rot, oben meist gerundet.

Frucht blaßgrün, im Filz steckend, ca 10 mm lang, 8 mm dick.

Samen ca 1,2 mm lang, 0,8 mm breit, 0,5 mm dick, dorsal stark gewölbt, gekielt, basal verdünnt; Testa glänzend schwarz, glatt; Hilum weiß, langoval, ventral.

Typusort ESMERALDA, Depart. Taltal. Ist verwandt mit COPIAPOA CINEREA und GIGANTEA. Von mir entdeckt 1956. Nr. FR 531, Abb. 1037/1038.

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