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38.)
COPIAPOA SERPENTISULCATA RITTER 1960, "Cactus" Nr.66, S.22
Körper stärker sprossend, Haufen bis zu 1 m Breite und 60
cm Höhe bildend mit dicht stehenden Köpfen; diese sind oben flach, mit
blaß gelblichbräunlichem bestacheltem Filzscheitel, 7-10 cm Durchmesser,
graugrun, oft von der Sonne gelbbraun gebrannt, von harter Konsistenz,
mit sehr kurzer harter konischer Rübenwurzel ohne verengten Hals. Rippen
18-33, breiter als hoch, 5-7 mm hoch, stark höckerig, zwischen den Höckern
nur von halber Höhe und verschmälert, so daß stark geschlängelte
Trennfurchen bestehen, wenigstens immer am Ausgang der Furchen, während
bei alten Exemplaren die Basislinie der Furchen sehr wenig geschlängelt
oder gerade ist. Areolen gelblichfilzig, vergrauend, rundlich, 3-5 mm Durchmesser,
etwas erhaben, in die Kerben darunter hinabreichend, also hängend, 5-8
mm freie Entfernung. Stacheln zunächst hellbraun, vergrauend, gerade; Rst .
6-8, dick nadelförmig bis pfriemlich, 10-15 mm lang, halb ausseits
gerichtet, die unteren am längsten; Mittelstacheln 1-2(-4), 1-2 cm lang,
pfriemlich.
Blüte
(von verschiedenen Exemplaren des Typusortes) 25-30 mm lang, Öffnung ca
3 cm weit, mit COPIAPOA- Blütenduft. Nektarkammer 4-7 mm hoch, 4 mm weit,
halboffen. Rö. darüber ca 8 mm lang, Öffnung 10-12 mm weit,
trichterförmig,
mit purpurnen oder bräunlichen Schuppen. Filamente blaßgelb, untere 17-20
mm lang, obere 12-13 mm, Meutel zitron- bis goldgelb. Griffel 17-25 mm lang,
blaßgelb, mit 8-12 zitrongelben, 2-3 mm langen Narbenlappen, welche
nicht die Beutel überragen. Petalen 12-15 mm lang, 5-6 mm breit, oben
gerundet, blaßgelb, die äußersten öfters mit rotem Mittelstreif.
Frucht
12-15 mm Durchmesser, rötlichgrün bis fast rot bis orangebräunlich, mit
wenigen bis ca 10 dreieckigen blassen bis roten, 3-10 mm langen Schuppen,
meist nur am Napfrand, selten fehlend.
Samen
ca 1,0 mm lang, 0,6 mm breit, 0,3 mm dick, schwarz, glänzend, dorsal
stark gewölbt, gekielt, mit sehr feinen, sehr abgeflachten Höckern;
Hilum ventral, weiß, langoval, Mikropyle meist getrennt.
Typusort
nördlich von CHAÑARAL, Berghöhen. Von mir entdeckt 1954.
Typus gesandt an die Städt. Sukk.-Samml. in Zürich. Nr. FR 246. Abb.
1044.
Sämlingsbilder
in BACKEBERG, Bd. 3, Tafel 146 links unten, und Bd. 6, 5. 3840, Abb. 3474,
sowie 5. 3821, Abb. 3461 unten, letzteres beschriftet "COPIAPOA CHAÑARALENSIS
RITTER“. Dagegen gehören in Bd. 3, Abb. 1853 und ebenda Tafel 146,
Bild Mitte rechts, offenbar nicht zu COPIAPOA SERPENTISULCATA.
38a. VAR.
CASTANEA RITTER var. nov.
A
var. serpentisulcata recedit caulibus 8-15 cm crassis, castaneoviridibus;
costis 6-10 mm altis; areolis 10-20 mm inter se remotis; apinis
castanois vel atris, marginalibus 15-30 mm longis, centralibus vix
longioribus; staminibus et petalis breviorihus; habitat Chañaral, 24 km
ad septentriones versus, monte in ora maris, Chile.
Unterschiede
gegen VAR. SERPENTISULCATA: meist etwas weniger sprossend, Haufen etwa
bis 40 cm hoch ohne Rübenwurzel, Köpfe 8-15 cm dick, braungraugrün. Rippen
(14-)18-27 (-38), ca 6-10 mm hoch. Areolen 4-6 mm Durchmesser, 10- 20 mm freie
Entfernung. Stacheln kastanienbraun, zuweilen schwarz, vergrauend; Randstacheln
6-10,
15-30 mm lang; Mittelstacheln 1-4, meist 1, kaum stärker und länger.
Blüte
23-30 mm lang. Untere Filamente 10-13 mm lang, obere ca 8 mm. Narbe
dottergelb. Petalen 10-13 mm lang, 5 mm breit.
Frucht
mit 6-14 Schuppen, fast alle am Napfrand.
Samen
Hilum kurzoval, Mikropyle eingeschlossen.
Typusort
Küstenvorsprung ca 24 km nördlich CHAÑARAL. Von mir entdeckt 1956.
Nr. FR 711.Abb. 1015, Ein Sämlingsbild in BACKEBERG, Bd. 6, Abb. 3461
oben, beschriftet "COPIAPOA CASTANEA RITTER“.
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