Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 4 (17 Arten)

[Seite 1087]

32.) COPIAPOA MONTANA RITTER 1960, "Cactus" Nr.66, S.21

Körper mäßig sprossend, Köpfe 5-10 cm dick und 5-20 cm hoch, etwas graugrün, mit graufilzigem Scheitel, etwas weichfleischig, mit großer harter Wurzelrübe mit etwas verengtem Hals. Rippen 10-17, ca 7 mm hoch, gehöckert, an den Areolen verdickt, dazwischen verengt, so daß die Trennfurchen geschlängelt sind. Areolen auf den Höckern, rundlich, ca 7-10 mm Durchmesser, frisch mit langem bräunlichem Filz, vergrauend, 5-10 mm freie Entfernung. Stacheln fast gleichlang und gleichstark, die Mittelstacheln nicht oder nur wenig länger; alle mäßig stark, gerade bis leicht gekrümmt, die unteren etwas nach abwärts, die oberen etwas nach aufwärts, schwarz bis braun oder rötlichbraun; Randstacheln 4-7, halb aufrecht, Mittelstacheln 1-3. 

Blüte aus dem Scheitel, ca 4 cm lang, mit 4-5,5 cm weiter Öffnung, mit dem typischen COPIAPOA-Blütenduft. Ovarium blaßgelblich, mit rotzipfeligen Schuppen. Nektarkammer ca 4 mm hoch, 5 mm weit, halboffen. Rö. darüber ca 12 mm hoch, oben 15 mm weit, blaßgelb, außen beschuppt wie Ovarium. Filamente hellgelb, untere ca 20 mm lang, obere ca 15 mm, Beutel zitrongelb. Griffel hellgelb, oben ein wenig rötlich, 22-30 mm lang, wovon ca 4 mm auf die ca 10 dottergelben gespreizten Narbenlappen kommen, welche tiefer stehen als die höchsten Beutel. Petalen 2-3 cm lang, 7-10 mm breit, kurz zugespitzt, hellgelb. 

Frucht rund, 10-13 mm Durchmesser, blaßgrün bis rot oder bräunlichrot, mit 3-8 grünlichen oder rötlichen breiten Schuppen am Napfrand, einige zuweilen auch etwas tiefer, im ganzen 3-10 mm lang. 

Samen ca 1,5 mm lang, 1,0 mm breit, 0,6 mm dick, dorsal stark gewölbt, gekielt; Testa schwarz, glänzend, sehr fein und flach gehöckert; Hilum weiß, oval, fast bis zur halben Samenlänge von der spitzen Basis ventralwärts reichend. 

Typusort nördlich von TALTAL, ein nur kleiner Fundort auf Bergeshöhe. 

Verwandtschaft besteht mit COPIAPOA GRANDIFLORA und COPIAPOA MOLLICULA. Von mir entdeckt 1954. Nr. FR 522. Typus gesandt an die Städt. Sukk.-Samml. in Zürich 1954 unter Nr. 211a. Diese Art zeigt ihre großen Blüte schon als kleine Pflanze und blüht den ganzen Sommer hindurch. Abb. 1026. Sämlingsbilder in BACKEBERG, Bd. 3, Tafel 147 Mitte und Bd. 6, S. 3836

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