Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 4 (17 Arten)

[Seite 1086]

30.) COPIAPOA MOLLICULA RITTER 1963, Taxon 12(1), S.30

Körper graugrün, meist rötlich gebrannt, nicht oder kaum sprossend, weichfleischig, 4-7 cm dick, etwa halbkuglig; flacher weißfilziger Scheitel; lange dicke Rübenwurzel mit verengtem Hals. Rippen 10-14, ca 10 mm breit, 5-8 mm hoch, sehr stumpf, nur gering flach gehöckert; Sämlinge sind rippenlos und flach gehöckert; danach werden etwa 8 Rippen erkennbar, sehr breit, nur wenige mm hoch, beinahe in Höcker aufgelöst. Areolen mit reichlichem langem weißem Filz, rund, 4-6 mm Durchmesser, etwas eingesenkt, etwa 5-12 mm freie Entfernung; junge Pflanzen mit Areolen von nur 1 mm Durchmesser und 5-10 mm freier Entfernung. Stacheln: Junge Pflanzen haben etwa 6 feine weiße Randstacheln von einigen mm Länge, dazu oft einen feinen weißen Mittelstacheln; später 5-9 nadelförmige, gerade, kaum abstehende, graue, 5-20 mm lange Randstacheln und 1-3 stärkere, gerade, abstehende, 1-3 cm lange Mittelstacheln, braun bis schwarz, vergrauend; im Alter können die Stacheln manchmal weniger sein oder fast fehlen. 

Blüte 25-30 mm lang, bis 3 cm weit geöffnet, gering duftend, nachts schließend (registriert 2 Blüte verschiedener Exemplare des Typusortes). Ovarium ca 5 mm lang und dick, sehr blaß, mit 1-2 nur 1-2 mm langen rotbraunen Schuppen am oberen Rand; geringe Einschnürung außen über dem Ovarium. Nektarkammer becherförmig, 1,5-2 mm hoch, ca 1 mm Weite um den Griffel, Boden goldgelb, Kammer nach oben blaß, geschlossen durch die gegen den Griffel gelehnten basalen Stbbl.. Rö. darüber trichterig, 6-8 mm hoch, oben 13 mm weit, innen hellgelb, außen blaß grünlich, mit wenigen, 5-8 mm langen, halb so breiten, zugespitzten, nach unten gelblichen, nach oben rotbraunen Schuppen. Filamente hellgelb, 11-15 mm lang, die oberen die längeren; Beutel und Pollen goldgelb; Insertionen bis 1-2 mm unterhalb dem Saum. Griffel blaßgelb, 17-19 mm lang, wovon 1,5-2 mm auf die 9-11 goldgelben, zusammengeneigten Narbenlappen kommen in Höhe der höchsten oder der mittleren Beutel. Petalen 13-16 mm lang, 5-7 mm breit, Basis kaum verschmälert, oben gerundet oder gering zugespitzt, spatelförmig, hellgelb, die äußeren mit rotbraunen Zipfeln oder im oberen Teil mit rotbraunem Mittelstreif. 

Frucht rundlich, ca 1 cm dick, rötlich, ohne oder mit 1-2 rötlichen, wenige mm langen Schuppen am Napfrand.

Samen ca 1,2 mm lang, 0,9 mm breit, 0,6 mm dick, dorsal stark gewölbt, kaum gekielt; Testa schwarz, glänzend, mit sehr feinen ausgeflachten Höckerchen; Hilum länglich, weiß, ventralwärts vom fast zugespitzten basalen Ende.

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Typusort Bergeshöhen nördlich des Flugplatzes von CHAÑARAL. Verwandt mit COPIAPOA GRANDIFLORA und COPIAPOA MONTANA. Von mir entdeckt 1956. Nr. FR 525. Abb. 1024/1025

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