Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 4 (17 Arten)

[Seite 1081]

26.) COPIAPOA MEGARHIZA Br. & R. 1922

Die Beschreibung durch BR. & R. ist allzu dürftig. Gleichwohl ist diese Art durch genaue Angabe des Typusortes eindeutig festgelegt: "Sehr trockene granitische Hügel nahe COPIAPO“. Ich gebe eine Beschreibung nach eigenen Aufzeichnungen:

Körper einzeln, kuglig, 5 -  8 cm dick, graugrün, in Natur weiß bereift, mit bis zu 25 cm langer Rübenwurzel mit deutlich verengtem Hals und mit graufilzigem, von Stacheln überdecktem flachem Scheitel. Rippen 10 -  15, in der Jugend in Höcker aufgelöst, im Alter nur sehr wenig gekerbt, 7 -  10 mm hoch, zwischen den Areolen nur wenig verschmälert; Höcker im Älter kaum ausgeprägt und ohne Kinne. Areolen grau, 4 -  7 mm Durchmesser, erhaben, 5 -  10 mm freie Entfernung, auf den Höckern, nicht nach unten hängend. Stacheln gelbbraün bis schwarz, bald vergrauend; Randstacheln 8 -  10, etwas gebogen, 12 -  25 mm lang, dick nadelförmig bis pfriemlich, halb abstehend; Mittelstacheln 1 -  4( -  6), pfriemlich, mehr gerade, 15 -  30 mm lang. 

Blüte ca 30 mm lang, geruchlos. Nektarkammer 3 mm hoch. Filamente und Griffel blaßgelb, Beutel goldgelb, Narbenlappen ca 9, gelb. Petalen ca 15 mm lang und 5 mm breit, kurz zugespitzt, innere hellgelb, oft mit rötlichem Mittelstreif, äußere rötlich. 

Samen ca 1,8 mm lang, 1,4 mm breit, 0,8 mm dick, sehr fein und sehr flach gehöckert, schwarz, glänzend, ventral ohne Kerbe; Hilum sehr langoval, über 1 mm lang, halb ventralseits, Mikropyle eingeschlossen. 

Verbreitung nach Westen bis westlich von TOLEDO, wo sie mit COPIAPOA ECHINATA VAR. BOREALIS sich überschneidet. Beide Arten halten sich rein nebeneinander, wobei aber Hybriden öfters auftreten. Während COPIAPOA MEGARHIZA mehr auf felsigem Gelände sich findet, bevorzugt COPIAPOA ECHINATA das ebenere Gelände. Letztere ist wohl die am meisten verwandte COPIAPOA -  Art. Die als COPIAPOA MEGARHIZA beschriftete Abb. in BACKEBERG, Bd. 3, S. 1914, ist, wie unter COPIAPOA FIEDLERIANA angegeben, letztere Art. Nr. FR 231. Abb. 1010.


26a. VAR. MICRORHIZA RITTER var. nov.

A var. macrorhiza recedit corpore non albopruinoso, radice paulum rapacea, areolis 7 -  10 mm diam., luridotomentosis; flore ignoto; habitat montibus prope Paipote ad orientem versus, Depart. Copiapó, Chile.

Unterschiede gegen VAR. MEGARHIZA:

  • Körper nicht weiß bereift, mit nur schwacher Rübenwurzel; Areolen 7 -  10 mm Durchmesser, hellbraunfilzig.

  • Blüte unbekannt.

Typusort Gebirge östlich von PAIPOTE, Depart. COPIAPÓ, in mittleren Höhen, zusammen mit PYRRHOCACTUS KUNZEI. Von mir entdeckt 1954. Nr. FR 231a.

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