Die Beschreibung durch BR. & R. ist allzu dürftig. Gleichwohl ist
diese Art durch genaue Angabe des Typusortes eindeutig festgelegt:
"Sehr trockene granitische Hügel nahe COPIAPO“. Ich gebe eine
Beschreibung nach eigenen Aufzeichnungen:
Körper einzeln, kuglig,
5 - 8 cm dick, graugrün, in Natur weiß bereift, mit bis zu 25 cm langer
Rübenwurzel mit deutlich verengtem Hals und mit graufilzigem, von Stacheln
überdecktem flachem Scheitel. Rippen 10 - 15, in der Jugend in Höcker
aufgelöst, im Alter nur sehr wenig gekerbt, 7 - 10 mm hoch, zwischen den Areolen
nur wenig verschmälert; Höcker im Älter kaum ausgeprägt und ohne
Kinne. Areolen grau, 4 - 7 mm Durchmesser, erhaben, 5 - 10 mm freie Entfernung, auf den
Höckern, nicht nach unten hängend. Stacheln gelbbraün bis schwarz, bald
vergrauend; Randstacheln 8 - 10, etwas gebogen, 12 - 25 mm lang, dick nadelförmig
bis pfriemlich, halb abstehend; Mittelstacheln 1 - 4( - 6), pfriemlich, mehr gerade,
15 - 30 mm lang.
Blüte ca 30 mm lang,
geruchlos. Nektarkammer 3 mm hoch. Filamente und Griffel blaßgelb, Beutel goldgelb,
Narbenlappen ca 9, gelb. Petalen ca 15 mm lang und 5 mm breit, kurz
zugespitzt, innere hellgelb, oft mit rötlichem Mittelstreif, äußere rötlich.
Samen ca 1,8 mm lang, 1,4 mm
breit, 0,8 mm dick, sehr fein und sehr flach gehöckert, schwarz, glänzend,
ventral ohne Kerbe; Hilum sehr langoval, über 1 mm lang, halb
ventralseits, Mikropyle eingeschlossen.
Verbreitung nach Westen
bis westlich von TOLEDO, wo sie mit COPIAPOA ECHINATA VAR. BOREALIS sich
überschneidet. Beide Arten halten sich rein nebeneinander, wobei aber
Hybriden öfters auftreten. Während COPIAPOA MEGARHIZA mehr auf felsigem
Gelände sich findet, bevorzugt COPIAPOA ECHINATA das ebenere Gelände.
Letztere ist wohl die am meisten verwandte COPIAPOA - Art. Die als COPIAPOA
MEGARHIZA beschriftete Abb. in BACKEBERG, Bd. 3, S. 1914, ist, wie unter
COPIAPOA FIEDLERIANA angegeben, letztere Art. Nr. FR 231. Abb. 1010.