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21.)
COPIAPOA PSEUDOCOQUIMBANA RITTER
21a. COPIAPOA PSEUDOCOQUIMBANA
VAR. VULGATA RITTER 1963, Taxon 12 (1), S. 30
syn.
COPIAPOA COQUIMBANA BR. & R., The Cactaceae III, S. 87,
non ECHINOCACTUS COQUIMBANUS RUEMPL.
1886 (siehe S. 1074).
Körper
grün, große Gruppen mit dichtstehenden Köpfen bildend, etwa 20-50 cm
hoch; meist dicke lange Wurzelrübe mit verengtem Hals, manchmal ist die
Rübe gering entwickelt oder kann auch fehlen; Köpfe 5-10 cm dick, mit
hellbraünem vergrauendem flachem Filzscheitel. Rippen 10-18, 8-15 mm hoch,
gering gekerbt, die Höcker ohne Kinne, Rippen beim Sämling in Höcker
aufgelöst. Areolen erhaben, rund, 6-10 mm Durchmesser, auf den Höckern, nicht nach
hinten gerichtet, freier Abstand 3-12 mm. Stacheln neu schwarzbraun, schnell
vergrauend, Randstacheln 7-9, seitlich gerichtet, 15-30 mm lang, dick nadelförmig,
gerade bis gekrümmt, 1-2 cm lang, Mittelstacheln 1-3, etwas dicker, meist gerade,
abstehend, 20-45 mm lang.
Blüte
(2 Blüte am Typusort von verschiedenen Exemplaren) etwas duftend, 27-36 mm
lang. Ovarium blaßgrün, 4-7 mm lang, 6-9 mm dick, mit Schuppen am oberen
Rand, haarlos. Nektarkammer tassenförmig, 2-3 mm hoch. Rö. darüber
trichterig bis schüsselförmig, 7-12 mm lang, oben 12-18 mm weit, mit
wenigen rotbraunen Schuppen von 10-15 mm Länge. Filamente hellgelb, 5-12
mm lang, Insertionen unten sehr dicht, nach oben wenige bis zum Saum,
Beutel creme bis goldgelb. Griffel blaßgelb, 16-22 mm lang, wovon ca 2 mm
auf die 9-12 hell- bis dun gelben Narbenäste kommen, welche die
Beutel kaum überragen. Petalen hell schwefelgelb, ausgebreitet, 15-22 mm
lang, 7-8 mm breit, spatelförmig, oben gerundet, die äußeren öfters
mit rotem Mittelstreif.
Frucht
nach unten blaßgrün, nach oben rotbraun, etwa kuglig, ca 10-15 mm Durchmesser, am oberen Rand mit bis 8 zugespitzten rotbraunen Schuppen bis 8 mm
Länge, die auch ganz fehlen können.
Samen
kleiner als bei COPIAPOA COQUIMBANA, ca 1,5 mm lang, 1,2 mm breit, um
das Hilum nicht gewulstet; Testa etwas glänzender, Höckerung flacher.
Typusort
nahe der Stadt COQUIMBO an der Küste. Verbreitung von da über 20 km
nach Osten und bis FRAI JORGE nach Süden. FR-Nr. 230. Abb. 1005.
Ein
Sämlingsbild in BACKEBERG, Bd. 3, Abb. 1338. Die beiden Abb. ebenda 1836
und 1837, ebenfalls beschriftet als COPIAPOA COQUIMBANA, scheinen nicht
zu dieser Art zu gehören, da sie in Berippung und Bestachlung stärker
abweichen.
21.
COPIAPOA PSEUDOCOQUIMBANA RITT . Var. PSEUDOCOQUIMBANA 1963, Taxon 12 (1), S. 30
Unterschiede gegen VAR. VULGATA: Stacheln
braun, nadelförmig; Randstacheln 8-12, 10-20 mm lang, Mittelstacheln 2-7.
Blüte (registriert 7 Blüte verschiedener
Exemplare am Typusort): 30-45 mm lang. Narbe ca 2,5-5 mm lang, hellgelb,
mit meist einigen Ästen mehr. Petalen 18-30 mm lang, 8-12 mm breit.
Frucht mit 4-10 Schuppen von 4-12 mm Länge.
Samen ohne auffallende Unterschiede.
Typusort untere CHOROS-Schlucht, Depart. La
Serena. Nr. FR 1086. Abb. 1003/1004 und 1008. Verbreitung von da bis
halbwegs nach La Serena. Uber die Veranlassung zur Namengebung
PSEUDOCOQUIMBANA siehe S. 1074. Da diese Varietät in ihrer
Stacheltracht auf den ersten Blick am stärksten von COP. COQUIMBANA
abweicht, habe ich sie zum Arttypus ausersehen.
21b.
VAR. CHANIARENSIS RITTER var. nov.
A var. vulgata recedit
corpore griseoviridi; spinis crassioribus, subulatis, marginalibus
curvatis, centralibus 1, crasse subulata; fructu paulum longiore quam
crasso, 4-8 squamis, 4-12 mm longis praedito; habitat Carrizalillo,
Depart . Freirina, Chile.
Unterschiede gegen VAR.
VULGATA: Körper etwas graugrün. Areolen gering oder nicht nach hinten
gerichtet. Stacheln dicker, pfriemlich, Randstacheln gekrümmt, Mittelstacheln 1, dick
pfriemlich.
Frucht etwas länger als
dick, mit 4-8 Schuppen von 4-12 mm Länge, die meisten am Napfrand.
Samen ohne auffallende
Unterschiede.
Typusort CARRIZALILLO,
Depart. Freirina; benannt nach der CHANIAR-Bucht in der Nähe von
CARRIZALILLO. In der Bestachlung sehr ähnlich COPIAPOA COQUIMBANA,
jedoch erweisen die rübigenghalsige Ausbildung der Wurzeln, die Blüte und
die Samen eindeutig die Zugehörigkeit zu COP. PSEUDOCOQUIMBANA.
Uberdies wächst diese Varietät völlig getrennt vom weiten Hinterland
der COP. COQUIMBANA, während sie südwärts in den Typus der Art
PSEUDOCOQUIMBANA übergeht. Nr. FR 230a. Abb. 1006.
21c.
VAR. DOMEYKOENSIS RITTER var. nov.
A. var. vulgata recedit
corpore griseoviridi; costis 7-12 mm altis; spinis brunneis, subulatis;
floribus 30-45 mm longis; stigmatibus 12-16, 2-4 mm longis; fructu
viridibrunneo, 6-12 squamis brunneis praedito; seminibus levibus;
habitat Domeyko, 18 km ad meridiooccidentem versus, Prov. Copiapó,
Chile.
Unterschiede gegen VAR.
VULGATA: Körper graugrün bis bläulichgraugrün, immer mit starker
Wurzelrübe mit verengtem Hals. Rippen 7-12 mm hoch. Areolen nicht oder nur
gering nach hinten gerichtet. Stacheln braun, vergrauend.
Blüte (registriert 6 Blüte
verschiedener Exemplare am Typusort) 30-45 mm lang, mit geringem
oder fehlendem Duft. Nektarkammer 3-5 mm hoch. Narbe 12-16-teilig, 2-4 mm lang.
Petalen 13-25 mm lang, 6-12 mm breit, die inneren immer hell zitrongelb,
die äußeren mit schmalem bis breitem rotem Mittelstreif.
Frucht meist
etwas länger als dick, nach unten blaß, nach oben grünbraun, mit 6-12
braunen langen zugespitzten, über dem Napf zusammengeneigten, bis 10 mm
langen, 2-4 mm breiten Schuppen, fast nur am Napfrand.
Samen glänzend, glatt, sonst etwa wie VAR. VULGATA.
Typusort 18 km südwestlich von
DOMEYKO, Grenzgebiet der Departamente Freirina und Huasco. Nr. FR 1091.
Abb. 1007
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