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16.) COPIAPOA VARIISPINATA
RITTER spec. nov.
Viridis, prolifera; caules 4-7 cm crassi, vertice depresso, sine
velamento lanato; costae 14-22, 4-6 mm altae, crenatae tuberculis
mammiformibus; areolae albitomentosae, orbiculares, 1,5-4,5 mm diam., in
summis tuberculis, 3-8 mm inter se remotae; spinae brunneae, cinerascentes,
rectae, marginales tenuiaciculares, 10-15, 3-10 (-20) mm longae, centrales
paulum robustiores, 5-10, 5-10(-30) mm longae; flores ex vertice, 25 mm
longi; ovarium squamosum; camara nectarifera 2 mm longa; tubus floralis
supra eam 7 mm longus, ca 10 mm apertus, paucis squamis rutilis instructus;
antherae aureae; stylus 15 mm longus, 8 stigmata aurea, 2,5 mm longa; petala
sulfurea, 12 mm longa, 5 mm lata; semina ca 1,4 mm longa, 0,8 mm lata, 0,5
mm crassa, nigra, tenuiter tuberculosa, hilo ventraliter, albo, excelso;
habitat Paposo, 50 km ad septentriones versus, Depart. Taltal, Chile.
Körper grün, oft von unten sprossend; Köpfe 4-7 cm dick, kuglig, im Alter
etwas verlängert, weichfleischig; Scheitel meist vertieft, von dichten
Stacheln überdeckt, ohne Filzkappe. Rippen 14-22, 4-6 mm hoch, mäßig bis
tief gekerbt, mit mamillenförmigen Höckern. Areolen mit reichlichem weißem
Filz, rund, 1,5-4,5 mm Durchmesser, auf dem Höckern, 3-5 mm freier Abstand.
Stacheln meist dunkelbraun, seltener heller gelbbraun, schnell vergrauend,
gerade; Randstacheln fein nadelförmig, seitwärts gerichtet, rings um die
Areolen, 10-15, meist 3-8 mm lang, bei großstachligen Exemplaren bis 15 oder
20 mm lang; Mittelstacheln etwas stärker, 5-10, nach allen Richtungen, meist
5-10 mm lang, bei Exemplaren mit großen und entfernten Areolen und relativ
wenigen Rippen 10 bis über 30 mm lang.
Blüte (1 Blüte) aus dem Scheitel, mit COPIAPOA-Duft, 25 mm lang und bis 30
mm weit offen. Ovarium schuppenlos. Nektarkammer. 2 mm hoch, eng. Rö.
darüber nach außen gebuchtet, 7 mm lang, oben 10 mm weit, mit wenigen
rötlichgelben zugespitzten Schuppen. Filamente von Petalen-Farbe, die
unteren 12 mm lang, die oberen 10 mm, Insertionen auf der ganzen Rö., Beutel
godgelb (Farbe 2). Griffel mit über die Beutel ragender Narbe 15 mm lang,
von Petalen-Farbe, Narbe goldgelb, 8-teilig, 2,5 mm lang. Petalen
schwefelgelb (Farbe 1), Sättigung ca 4,, oben gerundet, 12 mm lang, 5 mm
breit, die äußersten mit etwas rötlichen Enden oder Mittelstreif.
Samen ca 1,4 mm lang, 0,8 mm breit, 0,5 mm dick, basal verdünnt, wenig
glänzend, schwarz, fein dicht flach gehöckert; Hilum ventral, weiß, erhaben,
elliptisch.
Typusort 50 km nördlich von PAPOSO und 30 km südlich von BLANCO ENCALADA,
auf Küstenbergen, Depart. Taltal. Von mir entdeckt 1968. Nr. FR 1447. Abb.
981/982.
Diese Art zeichnet sich durch eine
außergewöhnlich große Variationsbreite aus, namentlich hinsichtlich ihrer
Bestachlung. Wohl jeder, der die Exemplare der beiden Fotos allein sähe,
würde sie für zwei verschiedene Arten halten; es handelt sich aber nur um
die beiden Extreme einer fließenden Übergangsreihe, ohne daß diese Art mit
einer anderen COPIAPOA -Art vergesellschaftet ist, mit der sie hybridisieren
könnte. Verständlicher wird dies, wenn man bedenkt, daß es sich bei den
grazileren Formen im wesentlichen um das Persistieren von Jugendmerkmalen im
Alterszustand handelt: die Rippen bleiben niedrig, die Höcker klein, die
Areolen klein, die Stacheln fein und kurz wie auf dem Jugendstadium; bei
anderen Formen setzt sich später mehr oder weniger das viel gröber
entwickelte Altersstadium durch. Ein derart unterschiedliches Verhalten
findet sich auch bei bestimmten Arten anderer Kakteengattungen und hat dann
zur unberechtigten Aufspaltung in mehrere Arten geführt. In solchen Fällen
ist Taxonomie ohne Feldstudium nicht möglich
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