Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 2 (8 Arten) - Serie b: Nordgruppe

[Seite 1061]

8.) COPIAPOA RUPESTRIS RITTER 1963, Taxon 12(1), S.30

Körper hartfleischig, grasgrün, etwas sprossend in lockeren Haufen, mit knolliger oder mehrteilig gestreckter, harter, ziemlich kleiner Wurzelrübe ohne verengten Hals; Köpfe bis etwa 11 cm Durchmesser und bis ca 40 cm lang, mit blaßbraunem, bestacheltem, ebenem Filtzscheitel. Rippen ca 12- 15, 10-13 mm hoch, stumpf, über den Areolen gering stumpf gehöckert. Bei weitläufiger gestellten Areolen, also jüngeren Pflanzen, namentlich in Kultur, sind die Rippen zwischen den Areolen sehr verschmälert und oft scharfkantig und unter den Areolen etwas kinnartig, zuweilen mit einer kleinen, nach außen gerichteten Spitze. Bei Sämlingen Rippen in Höcker aufgelöst; Trennfurchen gerade, etwas geschlängelt. Areolen 7-10 mm Durchmesser, hellbraunfilzig, vergrauend, bei jüngeren Pflanzen oft etwas rhombisch in die Länge gezogen und dann mit 10-15 mm Abstand, an alten Köpfen rund, genähert, öfters bis zur Berührung. Stacheln braun, vergrauend, pfriemlich, meist alle etwas nach unten gebogen, die Mittelstacheln auch gerade; Randstacheln 5-8, 10-25 mm lang, halb ausseits gerichtet, untere wie obere gleich stark und lang, oder auch an Stärke und Länge nach oben abnehmend; Mittelstacheln 1, zuweilen 2-3, 2-4 cm lang. 

Blüte ca 25 mm lang. Nektarkammer 2 mm lang, ca 4 mm weit. Rö. darüber ca 8 mm lang, blaß, mit großen roten Schuppen. Filamente ca 15 mm lang, die oberen kürzer, blaßgelb. Griffel 17 mm lang; die voller gelben ca 8 Narbenäste von 3 mm Länge überragen kaum die Beutel. Petalen blaßgelb, ca 13 mm lang, 5-7 mm breit, kurz zugespitzt. 

Frucht grün bis rötlichgrün, ca 15 mm lang, 8 mm dick, mit ca 6-12 roten oder rötlichen Schuppen von 5-10 mm Länge am Napfrand. 

Samen ca 1,0 mm lang, 0,7 mm breit, 0,5 mm dick; Testa schwarz, glänzend, glatt; Hilum ventral vom basalen Ende, oval, weiß. 

Typusort Felsgestein an der Küste von CIFUNCHO, Depart. Taltal, selten. Verwandt mit COPIAPOA RUBRIFLORA, deren Verbreitung sich nördlich anschließt. Von mir entdeckt 1956. Nr. FR 528. Abb. 975. Sämlingsbild in BACKEBERG, Bd. 3, Tafel 146 rechts

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