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7.)
COPIAPOA DESERTORUM RITTER spec. nov.
Valde proliferans, cumulos ad 50 cm altos et 75 cm diam. formans, radice
longa rapacea collo paulum coartato; caules 6 - 10 cm diam., virides,
vertice paulum griseotomentoso, applanato; costae 10 - 15 ( -17), 10 - 13 mm altae, paulum crenatae; areolae 5 - 8 mm diam., luridae, cinerascentes,
usque ad 10 mm inter se remotae; spinae atrae, rectae vel paulum
curvatae; marginales 7 - 12, 15 - 40 mm longae; flores ignoti; semina ca 1,4
mm longa, 0,9 mm lata, 0,6 mm crassa, nigra, nitida, minime tuberculosa,
hilo ovali, lurido, obliquo, micropyle minima, separata; habitat
Cifuncho ad orientem versus, Depart. Taltal, Chile.
Körper
stark sprossend, dichte Haufen bildend, bis zu 50 cm hoch und 75 cm Durchmesser,
mit dicker, langer, harter Wurzelrübe mit etwas verengtem Hals; Einzelköpfe
6 - 10 cm dick, grün, mit wenig filzigem grauem flachem oder etwas
vertieftem Scheitel, der von Stacheln überdeckt ist. Rippen 10 - 15
(- 17), gerade, stumpf, 10 - 13 mm hoch, gering gekerbt. Areolen 5 - 8 mm Durchmesser,
rund bis oval, bräunlichfilzig, vergrauend, erhaben, auf den Höckern,
wenige bis 10 mm freier Abstand. Stacheln schwarz oder grauschwarz,
schnell vergrauend, pfriemlich, gerade, meist einige wenige etwas
verbogen, nach unten oder oben; Randstacheln 7 - 12, seitlich oder halb
ausseits gerichtet, 15 - 40 mm lang; Mittelstacheln 2 - 6, stärker,
divergierend, 2 - 5 cm lang.
Blüte unbekannt.
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Frucht ca 14 mm Durchmesser, rot, mit 3-8 mm langen
roten Schuppen, besonders am Napfrand.
Samen ca 1,4 mm lang, 0,9 mm
breit, 0,6 mm dick, schwarz, stärker glänzend, mit sehr feinen
verflachten Höckerchen; Hilum oval, schräg ventralseits, braun,
Mikropyle sehr klein, getrennt oder fast getrennt.
Typusort östlich von
CIFUNCHO am Weg nach Las Breas in einer Wüste, Depart. Taltal; wächst
auch an der Küste von CIFUNCHO. Von mir entdeckt 1956. Nr. FR 529. Abb.
974.
Was BACKEBERG in seinem Band 6 auf S. 3826
abbildet mit der Beschriftung “COPIAPOA DESERTORUM RITTER,
unbeschrieben“, ist nicht diese Art, sondern wohl dasselbe, was er im
Kakteen Lexikon als “Abb. 255 oben“ bringt mit der Beschriftung
“NEOCHILENIA DEHERDTIANA BACKEBERG“, zwei blühende Exemplare, die
offenbar PYRRHOCACTUS OCCULTUS sind. Das bezeichnete erstere Bild in
Band 6 ist aus der Sammlung SAINT-PIE, Asson, Frankreich und war dort fälschlich
unter der Nr. FR 529 (der COPIAPOA DESERTORUMS geführt. Auch bei
“NEOCHIL. DEHERDTIANA“ erklärt BACKEBERG (Kakt. Lex. S. 289), daß
diese Pflanzen in der Sammlung SAINTPIE unter der Nr. FR 529 geführt
wurden und ebenfalls unter der Nr. FR 251 als “COPIAPOA FIEDLERIANA“.
Alle diese Pflanzen sind dort gezüchtet aus von mir gesammelten Samen. BACKEBERG
hält es (ebenda) für möglich, daß ich “die einer COPIAPOA
FIEDLERIANA sehr ähnliche Pflanze“ (nämlich was BACKEBERG als NEOCHIL.
DEHERDTIANA BACKEBERG spec. nov. beschreibt) als COPIAPOA FIEDLERIANA
ausgegeben hätte, weil ich sie ohne Blüte (eine bloße Behauptung)
gefunden hätte. Eine solche Verwechslung durch mich ist ausgeschlossen,
da Frucht und Samen von “NEOCHILENIA BACKEBERG“ so total verschieden
von COPIAPOA sind, daß sie unmöglich ein Sammler verwechseln kann. Die
Verwechslungen der Samen können nur erfolgt sein, nachdem dieselben von
Chile versandt waren. BACKEBERG gibt eine falsche Beschreibung der COPIAPOA
DESERTORUM RITTER, denn sie basiert auf einem falschen Foto; da dieser
Name aber ein nomen nudum blieb, so ist solches nomenklatorisch
belanglos.
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