Copiapoa - Living on the Edge
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Kakteen in Südamerika

Friedrich Ritter

Band 3: Chile

II. Untergattung: COPIAPOA
Sektion 2 (8 Arten) - Serie a: Südgruppe

2.) COPIAPOA CUPREA RITTER 1959, "Cactus" Nr. 63, S. 136

[Seite 1053]

Körper meist einzeln, zuweilen etwas sprossend, ohne Wurzelrübe, grun, aber durch die Besonnung gewöhnlich stark kupferbraun gebrannt, 7-18 cm dick, meist nur halb so hoch und nur alte Pflanzen verlängert bis auf etwa 20 cm; Scheitel graufilzig, flach, Rippen 11-17, 15-20 mm hoch und 2-3 cm Basisbreite, im Querschnitt dreieckig, mit stumpfen Kanten; Rippen junger Pflanzen gekerbt, diejenigen alter Pflanzen fast ungekerbt, über den Areolen etwas gehöckert. Areolen rund,, 5-10 mm Durchmesser, ca 10 mm freier Abstand, bei alten Köpfen oft genähert bis auf 5 mm, gelblichfilzig, vergrauend. Stacheln derb, schwarz, vergrauend, bei jungen Pflanzen mehr gebogen, bei alten weniger, mit rauher, etwas schilfriger Oberfläche; Randstacheln 6-10, 15-25 mm lang, alle nahezu gleichlang; Mittelstacheln bei jungen Pflanzen fehlend, später nur einer, sehr nach oben gebogen, wenn er erstmals erscheint, aber bei alten Pflanzen gerade und nach oben gerichtet, sehr stark, 2-5 cm lang, unten 2 mm dick. 

Blüte aus der Scheitelwolle, haben den charakteristischen Duft vieler COPIAPOA-Blüte, 35-40 mm lang, ca 3 cm weit offen, aber durch die Stacheln meist sehr behindert. Nektarkammer blaßgelb, ca 5 mm hoch und 7 mm weit, darüber innere Verdickung der Wand; hierdurch und durch die gegen den Griffel sich neigenden Stbbl. halb geschlossen. Rö, darüber kahl, mit wenigen sehr großen roten Schuppen, trichterig, 10-15 mm lang, Öffnung ebenso weit, blaßgelb. Filamente blaßgelb, die unteren 15 mm lang, die oberen nur halb so lang, erstere gegen den Griffel geneigt, letztere gegen die Rö, hin, mit den zitrongelben Beuteln nach innen, Insertionen gehäuft auf den ersten 2 mm über der Nektarkammer, darüber bis zum Saum spärlich, Griffel 20-22 mm lang, 2-3 mm dick, blaßgelb, die 12-15 gespreizten zitrongelben Narbenäste überragen etwas die Beutel, Petalen 15 mm lang, 8-10 mm breit, nach unten schmaler, oben gerundet, blaßgelb, die äußeren mit rotem Mittelstreif. 

Frucht nackt, 15 mm lang, 13 mm dick, rot, mit ca 1/2 Dutzend roten Schuppen am Napfrand von ca 15 mm Länge und 5 mm Breite; Frucht deckelartig aufspringend. 

Samen ca 1,7 mm lang, 1,3 mm breit, 0,7 mm dick, dorsal stark gewölbt; Testa schwarz, fast matt, dicht fein gehöckert; Hilum ventral vom verdünnten basalen Ende, sehr groß (halbe Samenlänge), oval, weiß.

Typusort nordchilenische Küstenanden in der Breite von 28°, 25‘, örtlich sehr begrenzt. Näher verwandt mit COPIAPOA DURA. Von mir entdeckt 1956. Typus damals gesandt an die Städt, Sukk.Samml. in Zürich, Nr. FR 510. Abb. 967/968.

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