syn. PILOCOPIAPOA SOLARIS
RITTER 1961, K.u.a.S., H. 2, S. 20
syn. COPIAPOA FEROX LEMBCKE & BACKBG nom. nud., 1959 in BACKEBERG ,,Die
Cactaceae“, Bd. 3, S.1922
syn. COPIAPOA CONGLOMERATA LEMBCKE 1966, K.u.a.S., H. 2, S. 29, non
ECHINOCACTUS CONGLOMERATUS PHIL. 1860
Körper gerundet, später
gestreckt, sehr hart, mit Wollscheitel, stark sprossend und halbkuglige
Haufen mit vielen, ziemlich gedrängten Köpfen bildend von bis über 1 m Höhe
und bis ca 2 m Durchmesser, ohne Wurzelrübe. Einzelköpfe 8-12 cm dick,
graugrün, unbereift. Scheitel flach, ganz mit Filz bedeckt, bestachelt.
Rippen meist 9-12, seltener 8
oder 11, gerade, stumpf, ungehöckert, an der Basis verbreitert, 2-3,5 cm
hoch. Areolen nahezu rund, 1-1,75 cm Durchmesser, etwas erhaben, mit dichtem
langem Filz, der frisch gelblichbräunlich ist und vergraut, bis 5 mm freier
Abstand, an alten Köpfen einander genähert bis zur Berührung. Stacheln neu
hell gelb-bräunlich, Spitzen nur wenig dunkler, vergrauend, derb bis sehr
derb, starr, gerade bis gebogen, zuweilen auch krallig, namentlich bei
jungen Pflanzen, die Krümmungen vorzugsweise nach unten. Die Oberfläche der
Stacheln ist mehr oder weniger deutlich faserig und schilfert oft auf.
Randstacheln ca 7-10, seitlich gerichtet bis etwas abstehend, 15-50 mm lang.
Mittelstacheln 2-5 in unregelmäßiger Stellung, 2-6 cm lang.
Blüte aus dem Scheitel, tags
geöffnet, ganze Länge 25-30 mm; sie haben den gleichen charakteristischen
Duft wie viele andere COPIAPOA - Blüte (den aber auch manche andere
KakteenBlüte haben). Ovarium ganz in dem langen Filz der Areolen, rundlich,
7-10 mm lang und dick, grünlichweiß oder weiß oder rosa, mit ca 10 Schuppen
von 7 bis über 10 mm Länge und nur 0,5-1 mm Breite, auf den ganzen Ovarium
gleichmäßig verteilt, die unteren Schuppen grün; an der Frucht vertrocknen
die Schuppen und werden stechend spitz. In den Schuppenachseln sehr dichte,
ca 15 mm lange weiße Wolle, deren Beschaffenheit ganz so ist wie die des
Areolenfilzes; ohne stärkere Haare oder Borsten. Nektarkammer 2-3 mm hoch
und 2-3 mm weit, fast die Hälfte der Receptaculum ausmachend, halboffen
durch die nach innen geneigten basalen Filamente. Receptaculum darüber nur
4-7 mm lang, Wandung dicker als bei der Untergattung COPIAPOA,
trichterförmig, Außenseite mit zahlreichen, über 1 cm langen, nur 1-2 mm
breiten, lang zugespitzten Schuppen und ebensolcher weißer Wolle wie am
Ovarium. Filamente inserieren auf der ganzen Receptaculum oberhalb der
Nektarkammer, gegen den Griffel geneigt, kürzer als 1/3 der
Blütenlänge, nur 5-8 mm lang, reichen nur bis zur Basis oder bis zur halben
Höhe der Petalen, weiß bis blaßgrünlich, Beutel creme, sehr verschieden hoch
stehend. Griffel weiß oder gelblich, kurz, nur 10-13 mm lang einschließlich
der 4-8 hellgelben bis orangefarbenen zusammengeneigten Narbenäste, die etwa
gleichhoch mit den Beuteln stehen. Petalen karminrosa bis rosagelb bis
hellgelb oder gelblichweiß, 12-15 mm lang, 3-5 mm breit, oben gerundet, die
äußeren röter und mehr zugespitzt mehr parallel stehend als ausgebreitet,
zudem werden sie durch die starke Bestachlung meist an der Ausbreitung
gehindert.
Frucht grün bis rot,
oben am Fruchtnapf 15 mm dick, nach unten verdünnt, mit sehr weitem
Fruchtnapf, an dessen Rand sich kleine wulstige Vorwölbungen finden, mit
fest anhaftendem Blütenrest, außen wie Ovarium; die Wandung der Frucht ist
doppelt so dick wie sonst bei COPIAPOA, ca 2-3 mm. Bei der Reife öffnet sich
die Frucht oben mit einem 1,5 mm dicken Deckel, der mit der Seitenwandung
der Frucht kreisförmig abschließt. Die ausgereift dicken, wenige mm langen
Samenstränge (das Fruchtfleisch) sind etwas saftig und locken Ameisen an.
Samen ca 2 mm lang, 1,3 mm
breit, 0,7 mm dick, schwarz, glänzend, am verdünnten basalen Pol gerundet;
Testa mit abgeflachten feinen Höckerchen; Hilum sehr seitlich, 1/3 bis 1/2
mm über dem basalen Ende, in Aufsicht rund, in Seitensicht stark
eingebuchtet, weiß; zu beiden Seiten des Hilum ist die Testa etwas
eingedellt.
Typusort EL COBRE an
der nordchilenischen Küste, östlich der Nebelzone.