Copiapoa - Living on the Edge
Online Publications
  home [ References ]  

Abbildungen und Beschreibung bluhender Cacteen

Pfeiffer, Louis (Ludwig) Karl Georg

  

Echinocactus echinoides
(Taf. XXIX.)

Echinocactus echinoides Salm-Dyck in Otto's Gartenzeitung 1845 N. 49 S. 386
Echinocactus echinoides Walpers Repert. V. p.811
Echinocactus Bolivianus Pfr. in Abbild. u. Bechr. Cact. II. Lief. 3. N. 5.

Plate 29: Pfeiffer, Abbildung und Beschreibung Blühende Cacteen 2 (1846-1850)

E. caule depresso-globoso, viridi, epidermide decidua, albescente induto, 11 - 13 angulato; vertice subplano, tomentoso; costis subverticalibus, obtusis, vix repandis; areolis approximatis, rotundis, planiusculis, tomento fulvido-albo, dein cinereo munitis; aculeis rigidis, nigricanti-cinereis, exterioribus plerumque 7 curvulis, centrali 1 robustiore, recto, acute subulato, subpollicari.

Habitat in Bolivia

Als ich die auf vorliegender und der folgenden Tafel abgebildeten, von Bridges in Bolivia und Chile gesammelten Echinocactusarten beschrieb, war es mir unbekannt, das dieselben bereits benannt waren, und da meine Publikation durch viele Zufälle sehr verzögert wurde, so nehme ich natűrlich die von mir gegebenen Namen gern zurűck.

Der Echin. echinoides hat einen flach-kugligen Stamm von grűner Farbe, die theiweise durch eine weissliche leicht abgängige Oberhaupt  bedeckt wird. Er hat in der Regel 13 Kanten und ist am Gipfel ziemlich flach, dichtfilzig, Die kanten sind fast vertikal, stumpf und sehr wenig ausgeschweift. Die Areolen stehen ziemlich bahe bei einander, sind rundlich, wenig erhoben, mit einem hell bräunlichgelben, zuletzt grau werdenden Filze bekleidet. Aus ihnen treten gewöhnlich 8 steife, schwärzlichgraue, ziemlich dicke, pfriemenförmige Stacheln hervor, von welchen 7 starhlig ausgebreitet, etwas gekrűmmt sind, der mittlere stärker, gerade, sehr sechend, bisweilen bis 1" lang.

Die Blumen erscheinen gedrängt aus der Gipfelwolle, sind wenig ansehnlich, etwas űber 1" breit, blass schwefelgelb. Die eine kurze Röhre bildenden äusseren Perigonialblätter sind lanzettlich, zugespitzt, an der Spitze purpurroth, nach oben werden sie breiter, länger und stumpfer, nur mit schmalen rothen Rűckenstreifen. Die ziemlich zahlreichen Staubfäden habben dottergelbe Antheren und sind etwas kűrzer as der dicke, in 7 - 8 aufrechtstehende Narben getheilte gelbliche Griffel.

Es giebt eine varietät dieser Art, die sich nur durch etwas feinere Stacheln von der Hauptform unterscheidet.

 

---------- end of page ----------